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Dr. Jürgen Nitsche (Jg. 1958) ist promovierter Historiker, Autor und Kurator aus Mittweida (Sachsen) mit den Schwerpunkten Geschichte der Juden in Sachsen, insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus, und Geschichte der jüdischen Warenhäuser (TIETZ und SCHOCKEN). Ferner untersucht er die nationalsozialistischen „Euthanasie”-Verbrechen und Zwangssterilisationen im Regierungsbezirk Chemnitz.

Gegenwärtig befasst er sich mit der Geschichte jüdischer Unternehmer in Plauen. Darüber hinaus arbeitet er an einer Broschüre über die 100-jährige Geschichte der Volkshochschule in Chemnitz, die im März 2019 erscheinen soll. Zu diesen Themen publiziert er, hält Vorträge und ist wissenschaftlicher Berater für Gedenkstätten, Medien und Museen. Außerdem übernimmt er Führungen über den Jüdischen Friedhof in Chemnitz-Altendorf und bietet thematische Rundgänge durch die Stadt Chemnitz an. Er hält weltweiten Kontakt zu vielen ehemaligen Juden aus Chemnitz, Sachsen und Mitteldeutschland (u. a. zu Hans-Günter und Stefan Flieg in Brasilien, Liesel Sabloff in den USA, Ruth Geller in Israel).

Er ist Beirat des Vereins “Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz”, Mitglied der Koordinierungsstelle “Stolpersteine für Chemnitz”, Gründungsmitglied der “Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft” mit Sitz in Chemnitz und Mitglied des Kuratoriums Gedenkstätte Sonnenstein e. V.

Die Stadt Chemnitz verlieh ihm am 5. November 2017 einen der fünf ausgelobten Stefan-Heym-Förderpreise für 2017. Die Stadt Mittweida nominierte ihn für den Sächsischen Bürgerpreis 2018 (“Urkunde für kulturell-geistliches Engagement”).